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Bericht von 2009 | 2008 | 2007 | 2004

Erntebericht 2009 – Extremes Wetter mit gutem Ausgang

Die Wetterbedingungen im Weinjahr 2009 kann man getrost als außergewöhnlich bezeichnen: Die relativ frühe Blüte bei niedrigen Temperaturen hatte teilweise schlechte Befruchtung, sogenannte Verrieselung, vor allem beim Grünen Veltliner, zur Folge. Der warme und feuchte Sommer brachte dann optimale Wachstumsbedingungen für die Reben. Die Temperaturen kamen kaum über 30°C hinaus, die Nächte wiederum waren für diese sonst heißen Monate besonders kühl – meist unter 20°C, was den Säurewerte sehr zugute kam. Es folgte ein warmer September, der nochmals starke Regenfälle brachte. Der Regentag vom 17. September hatte massive Auswirkungen: Viele bereits in der Reife befindliche Beeren platzten auf und begünstigten die Entwicklung von Botrytis, wozu noch die Förderung von Mehltau und Wespenfraß kam. Besonders betroffen davon war der in diesem Jahr der Riesling, der kompaktere Trauben hatte. Dafür wurden die Winzer mit Spitzenwetter Ende September und Anfang Oktober belohnt. Ein Kälteeinbruch mit Schneefall Mitte Oktober forderte den ganzen Einsatz der Lesehelfer.

Die Ernte selber kann man in einem Satz so zusammenfassen: Sie war für jeden einzelnen herausfordernd, arbeitsintensiv und mit vielen Spannungsmomenten gefüllt. Aufgrund der guten Reife begann die Lese bereits zwischen Mitte und Ende September und dauerte ca. bis Allerheiligen. Extrem wichtig war die händische Selektion, um die schadhaften Beeren auszulesen. Es mussten durchwegs mehrere Lesegänge ob der uneinheitlichen Reife der Trauben absolviert werden. Die geringe Ernte bei der Hauptsorte Grüner Veltliner ist verantwortlich für die unterdurchschnittliche Gesamtmenge. Die frühe Edelfäule bei Riesling – wie oben erwähnt – nutzen viele Winzer um rare Hochprädikate bis zur Trockenbeerenauslese zu gewinnen.

Die herausfordernden Rahmenbedingungen taten der Qualität allerdings keinerlei Abbruch: Der 2009er kündigt sich als großer Jahrgang an. Die kremstaler Hauer dürfen besonders komplexe Weine mit viel Struktur und harmonischer Säure erwarten. Die Spannweite in der Stilistik der Weine ist außergewöhnlich: von schlank und leicht bis kraftvoll, von frischer Primärfrucht bis hochreifer Aromatik; authentische Herkunftsweine in den Kategorien Kremstal und Kremstal Reserve, wie man sie sich nur wünschen kann.

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