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GESCHICHTLICHE SPURENSUCHE
Endlich Wein – den Römern sei Dank!
Schon früh zogen die ideale geografische Lage und das vortheilhafte Klima im Raum Krems und Stein eine menschliche Besiedlung nach sich. Den Anfang des Weinbaues in Österreich kann man allgemein auf die Römer zurückführen, die Donau als Limes diente als Grenze des Reiches.
Die Klöster bringen den Wein zurück
Während der finsteren Zeit der Völkerwanderung wurden die ersten Ansätze des Weines im Kremser Umland verwischt. Mit dem Vordringen der Bayern und Franken um 750 kommt nicht nur die christliche Religion den Donaustrom herunter. Die Einwanderer nehmen auch den Weinbau wieder in Angriff. Viele Klöster des bayrischen und salzburgischen Raumes werden nun mit Stiftungen und Benefizien im Kremser und Wachauer Raum versorgt und der Weinbau erlebt dadurch einen großen Aufschwung.
Der Wein war wertvolles Handelsgut und wurde die Donau aufwärts verschifft, die Kirche brauchte den Wein als Opferwein in der Liturgie und natürlich für den täglichen Gebrauch bei Tisch. Der Handel mit dem Wein war zudem eine bedeutende Einnahmequelle.
Kriege und der Wein
Die Türkenkriege und die damit verbundenen Heereslieferungen wirken sich positiv auf das Weingeschäft aus. Die Stadt blüht auf, die Bürger profitieren, erwerben verstärkt Weingärten und bauen schöne Barockhäuser. Nach dieser Erholung bis ins späte Barockzeitalter, wo immerhin noch ein Drittel der Gesamtbevölkerung direkt vom Weinbau lebt, sinkt die wirtschaftliche Bedeutung des Weinbaues ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zum neunzehnten Jahrhundert weiter ab. Maria Theresias Kriege haben fatale Auswirkungen auf den Weinhandel. 1760 kann die Stadt Krems keinen Wein verkaufen, 1772 konnten von den vorrätigen 858 hl nur 76 hl abgesetzt werden. Für den Exportrückgang verantwortlich sind auch die harten Zollbeschränkungen. Allerdings dürfte auch die mäßige Qualität des Kremser Weines mit ein Grund gewesen sein, der Heurige war vermutlich von hoher Säure gekennzeichnet. Vom Ruf der Jungweine gibt uns ein Ersuchen der Kremser Dominikanermönche von 1708 an den Stadtrat eine Idee, die darum baten, ausländischen Wein einführen zu dürfen, weil: „der viertige Wein (Heuriger) von den noch zarten und jungen Novizen ohne Verletzung ihrer Gesundheit nicht getrunken werden kann.“
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