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Geschichtliche Spurensuche: Wo bleiben die Winzer?
Nun, bereits unter den ältesten Einwohnern der Stadt werden Hauer „vinitores“ genannt, so 1150 in einer Urkunde als Zeugen einer Weingartenschenkung an das Kloster Mondsee. Von Anbeginn wohnten die Winzer größtenteils in einem eigenen Stadtteil zusammen, er findet sich bereits 1112 und ist wohl noch wesentlich älter. Er umfasste eine beträchtliche Anzahl von Häusern, trug den Namen „vinzurlin“ und weist auf den heutigen Vorort namens Weinzierl hin. Bereits um 1135 trägt die bekannte Riede Weinzierlberg (weinzurlperch) ihren Namen. Die älteste belegte Flur, die bis heute existiert, heißt Teilland (Thalland), sie wird ab 1120 Taylant oder Taillant genannt. 1137 wird in Krems der Wartberg (Wachtberg), Gebling und Windleiten um 1180 angeführt, in Stein sind die frühesten Rieden Altenberg und Fuelenbach (Alauntal) erst gegen 1188 und der berühmte Pfaffenberg gegen 1220 beurkundet.
Das Kremser und Steiner Stadtrecht (Rudolfinische Handveste, 1305) bringt die Wichtigkeit des Weinbaues mit schönen Worten zum Ausdruck: "Der Stet ze Chrems und Stain Ehre und Gedeihen liegt in den Weingärten, durch welche sie ausgezeichnet und geziert werden und wodurch sie sich dem Lande und seinen Fürsten sehr nutzbar erweisen können."
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