
| Seite 1 | 2 |
ORTE UND LAGEN
Westlich von Krems
Die Rieden Braunsdorf, Spiegel, Sommerleithen, Frauenbach und Im Berg liegen in Eglsee, auf der Hochfläche oberhalb von Stein. Die Böden bestehen aus Urgestein und Lehm und sind in schmalen Terrassen angelegt. Feinwürzige Weine wie Veltliner und Müller-Thurgau sind vorherrschend.
Die Kremsleithen (52 ha) besteht aus Urgestein mit fruchtbarer Lössauflage und umfasst den Großteil der Rehberger Weingärten. Die Böden eignen sich sehr gut für Rieslinge. Wichtige Rieden: Kraxen, Kremsleithen, Lilienfeldberg, Partschen und Kuhberg. Den bekanntesten Namen unter allen Fluren trägt die Kremser Sandgrube (351 ha). Hierbei handelt es sich um warme, nach Süden geneigte Lössterrassen, die würzige Weine mit dem typischen Pfefferl hervorbringen. Die bekannten Rieden: Weinzierlberg, Frechau, Sandgrube, Marthal, Kobl, Gebling, Wolfsgraben, Grengraben, Kerschbaum, Auf der Haid und Holzgasse. Die ebenen Lagen am Fuße der Sandgrube tragen den Namen Thalland (18 ha). Diese tiefgründigen, sandigen Lehmböden bringen üppige Veltliner und Rotweine hervor. Neben der Riede Thalland liegen hier noch die Hausäcker.
Nördlich von Krems
Die sanft geneigten Lagen um Gneixendorf tragen den Namen Pulverturm (18ha). Bedeutende Rieden: Pulverturm und Spitallerin.Die Senftenberger Lagen bestehen aus terrassierte Urgesteinsböden und Schotterböden mit Auflagen von Lehm und Löss. Auf den mineralischen Südlagen entstehen hervorragende Rieslinge und Grüne Veltliner. Die Rieden: Ehrenfels, Rammeln, Pfennigberg, Pellingen, die Hochäcker, Kiesling und Gärtling.
Östlich von Krems
Im Osten der Stadt Krems grenzt Rohrendorf an die Kremser Rieden an. Die Böden der Rohrendorfer Lagen sind meist Konglomerate mit unterschiedlich starken Lössauflagen bis hin zu reinen Lössanwehungsböden. Die besten Lagen heißen Rohrendorfer Gebling, Breiter Rain, Steinwandl, Paschingerin, Wolfsgraben und Schnabel. Die Bezeichnung Rohrendorfer Kaiserstiege steht als Synonym für die Großlage Rohrendorfer Berg. Erst in den fünfziger Jahren wurde begonnen, das als „Heide“ bezeichnete Hochplateau, das sich bis Gneixendorf erstreckt, auch mit Reben zu bepflanzen.
An Rohrendorf grenzen im Osten die Weingärten von Gedersdorf und Brunn im Felde mit ihren mächtigen Lössterrassen. Die große Spezialität von Gedersdorf ist der Grüne Veltliner, der hier besonders gepflegt wird. Bekannte Rieden: Geppling, Tiefenthal, Weitgasse, Mosburgerin, Zehetnerin, Wieland, Steindl, Spiegel und Reisenthal.
| Seite 1 | 2 |

