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Orte und Lagen: Östlich von Krems
Im Osten der Stadt Krems, also im Anschluss an die Vororte Weinzierl und Landersdorf, grenzt Rohrendorf an die Kremser Rieden an. Bekannt geworden ist der Name durch den Weinbaupionier Dr. hc. Lenz Moser (1905 – 1978), der durch die Einführung der „Hochkultur“ der maschinellen Bearbeitung der Weingärten den Weg ebnete. Er legte auch den Grundstein für eines der bekanntesten Weingüter und Weinhandelshäuser Österreichs. Die Lenz Moser AG mit Sitz in Rohrendorf ist heute der größte Flaschenabfüller des Landes. Die Rohrendorfer Lagen sind größtenteils nördlich des Ortes an einer teilweise steilabfallenden Geländestufe angelegt. Die Böden sind meist Konglomerate mit unterschiedlich starken Lössauflagen bis hin zu reinen Lössanwehungsböden. Die besten Lagen heißen Rohrendorfer Gebling mit einer Subfraktion Karmeliterberg, Breiter Rain, Steinwandl, Paschingerin, die Kessellage namens Wolfsgraben und Schnabel. Die Bezeichnung Rohrendorfer Kaiserstiege steht als Synonym für die Großlage Rohrendorfer Berg. Erst in den fünfziger Jahren wurde begonnen, das als „Heide“ bezeichnete Hochplateau, das sich bis Gneixendorf erstreckt, auch mit Reben zu bepflanzen.
An Rohrendorf grenzen im Osten die Weingärten von Gedersdorf und Brunn im Felde. Hier schließen mächtige Lössterrassen das Weinbaugebiet gegen das Kamptal ab. Unterhalb des Gobelsberg, hinter dem das bereits zum Kamptal gehörende Gobelsburg liegt, liegt eine ausgestreckte Bodenterrasse, die hier Geppling heißt. Die größte Lage der Gemeinde ist das etwas kalkreichere Tiefenthal, wo sich auch Chardonnay sehr wohl fühlt. Die große Spezialität von Gedersdorf ist aber der Grüne Veltliner, der hier besonders gepflegt wird. Weitere bekannte Rieden: Weitgasse, Mosburgerin, Zehetnerin, Wieland oder Steindl, Spiegel und Reisenthal.
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